| Zu Besuch in dem Land, wo die Zitronen blühen |
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 |  | |  Das berühmte Amphitheater von Taormina mit dem Blick auf das Ionische Meer
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Ein Besuch Siziliens ist eine Reise in eine zauberhafte Natur und eine Erinnerung an eine wechselvolle Geschichte der Insel. Schon Goethe schwärmte bei seiner Sizilienreise 1787 über die Insel: „Die Reinheit der Konturen, die Weichheit des Ganzen, das Auseinanderweichen der Töne, die Harmonie von Himmel, Meer und Erde. Wer es gesehen hat, der hat es auf sein ganzes Leben...“.So freuten sich die Reiseteilnehmer, etwas von dem südländischen Flair mitnehmen zu können, von der Geschichte der Phoenizier, Griechen, Römer und den heutigen Bewohnern Siziliens, nicht zu vergessen auch die berühmte sizilianische Küche.
Der erste Tagesausflug führte vom Standort in der Nähe von Cefalù in den Südwesten der Insel, nach Segesta. Schon von weitem kann man den schönen Tempel aus dem 5. Jh. sehen. Das ganz in der Nähe liegende Städtchen Erice, mit Resten einer kathargischen Stadtmauer bietet einen grandiosen Blick auf die Küstenlandschaft und die Salinen.
Der folgende freie Tag wurde gern zu einem Besuch des zauberhaften Cefalù genutzt. Trotz sengender Mittagssonne wurde von einigen sportlichen Teilnehmern der Rocca di Cefalù bestiegen, um die Ruinen der alten Befestigungsanlagen zu besichtigen.
Der nächste Tagesausflug führte zum „Montgibello“, dem Ätna, dem größten, noch tätigen Vulkan Europas. Das 3340 m hohe Wahrzeichen Siziliens bietet durch seinen fruchtbaren Vulkanboden in den unteren Hängen die besten Voraussetzungen für die Kultur von vielfältigen Obstsorten. In den höheren Lagen allerdings konnten die Teilnehmer nur braun-schwarze Vulkanbrocken betrachten und ab 2000 m ewigen Schnee. Der Touristenort Taormina stand als nächstes auf dem Programm.
Die besondere Sehenswürdigkeit ist das griechisch-römische Theater, im 2. Jh. von den Römern auf 100 Jahre älteren, hellenistischen Ruinen erbaut.
Bei einem weiteren Tagesausflug fuhren die Ski-Club-Reisenden an die Südküste nach Agrigent. Der „Concordia-Tempel“ aus dem 5. Jh ist noch gut erhalten, vom „Herakles-Tempel“ sind nur acht von ursprünglich 38 Säulen zu sehen. Bei der Besichtigungstour der anderen Tempel betrachteten die Besucher die aus römischer Zeit vorhandenen Steingräber (Nekropolen). Vom Tempelbezirk aus, hatten sie einen Blick auf die unansehnlichen Betonklötze der Neustadt. In dem Städtchen Piazza Armerina konnten die Bodenmosaiken der römischen Kaiservilla „Villa del Casale“ bewundert werden. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die „Bikini-Mädchen“ und die erotischen Knabenabbildungen geworfen.
Wer nach Sizilien kommt, muss das schon von Goethe begeistert beschriebene Palermo besuchen, Siziliens einzigartige Metropole. Heute zeigen bei einem Rundgang bröckelnde, rußgeschwärzte Fassaden und viele verfallene Gebäude den Zerfall der Stadt an. Die Kathedrale aus dem Ende des 12. Jh., von den Normannen begonnen, wird verziert von einem gotisch-katalanischen Portal.. Beachtenswert sind die Porphyr-Sarkophage mit den sterblichen Resten Rogers II, seiner Tochter Konstanze, Friedrich II und Heinrich IV. Hoch über den Golf von Palermo besuchten die Skiclubler den berühmten Dom in Monreale aus dem 12. Jh.. mit viele Mosaiken.
Der Ausflug der Gruppe am vorletzten Tag führte auf die Bergkette des Madoniegebirges. Im Dorf Castelbuono steht im Zentrum ein mittelalterliches Kastell im arabisch- normannischen Stil. Bei einem Spaziergang durch die Stadt konnten die Besucher köstliche sizilianische Kuchen und Süßigkeiten probieren, die gern als Mitbringsel mitgenommen wurden. Trotz der frühen Jahreszeit blühten in einem geschütztem Gebiet eine Anzahl verschiedener blühender Orchideen, Veilchen, Annemonen, Schwertlilien, auch Manna-Eschen, Pinien, uralten Eichen und Pfefferbäumen konnten betrachtet werden. Auf der Anhöhe steht die Wallfahrtskirche Gibilmanna, die aus dem 17. Jh. stammt. Im Innenraum ist eine Muttergottesstatue aufgestellt, die bei der Prozession voran getragen wird.
Am Abreisetag wurde die schöne Witterung mit intensivem Sonnenschein für einen Spaziergang am Tyrrhenischem Meer und Sonnen am Schwimmbecken genutzt. Bei dem kurzen Aufenthalt war es natürlich unmöglich, bei so vielen Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Angeboten alles mitzunehmen. 
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